Die Handlung:

 

I. Akt: Badeort in  der Nähe einer großen Stadt; Wohnung von Eisensteins

 

Die Kammerzofe Adele hat soeben eine schriftliche Einladung für den Ball beim Prinzen Orlofsky erhalten. Der Brief trägt die Unterschrift ihrer Schwester Ida. Unterdessen ertönt von draußen ein Ständchen des Gesangslehrers Alfred an seine Jugendliebe Rosalinde, der Frau des Rentiers Eisenstein. Adele versucht unter dem Vorwand sich um ihre kranke Tante kümmern zu müssen einen Ausgang für den Ball zu erjammern. Nur mit dem Versprechen ihn noch am selben Abend heimlich zu empfangen schafft Rosalinde den inzwischen ins Wohnzimmer eingedrungenen Alfred wieder hinaus. Rosalinde ist in Bedrängnis. Ihr Mann soll wegen einer Attake auf den Amtsdiener noch heute eine fünftägige Arreststrafe antreten. Gerade kehrt Eisenstein, gefolgt vom Anwalt Dr. Blind, wütend vom Gerichtstermin zurück. Wegen ungebührlichen Verhaltens ist seine Strafe auf acht Tage erhöht worden. Da kommt Dr. Falke, Notar und Freund Eisensteins, mit einer glänzenden Idee gerade recht: Eisenstein soll ohne Wissen seiner Frau den Abend mit ihm beim Fest Orlofskys verbringen und sich dort noch einmal aufs beste amüsieren, ehe er am nächsten Morgen seine Arreststrafe antritt. Eisenstein ist begeistert, bringt sich in große Toilette und bricht, nach  feierlicher Verabschiedung, sofort auf. Rosalinde, zwar über die ?Gefängniskleidung? ihres Gatten leicht irritiert, kommt der Abschied dennoch entgegen. Sie gibt kurzerhand Adele den erwünschten Ausgang und kann so das Stelldichein mit Alfred ungestört hinter sich bringen. Als dieser kurz darauf erscheint, nimmt er sofort die vielversprechende Rolle des Hausherrn ein und schlüpft sogar in dessen Schlafrock. Überraschend taucht in diesem Moment der Gefängnisdirektor Frank auf um den Deliquenten persönlich ins Gefängnis zu bringen. Er muß Alfred folglich für Eisenstein halten. Um die Gastgeberin nicht zu kompromittieren, mimt Alfred den Gatten und läßt sich, nachdem er sich von Rosalinde zärtlich verabschiedet hat, abführen.

 

II. Akt: Badeort in  der Nähe einer großen Stadt; Villa des Prinzen Orlofsky

 

Ausgelassener Balltrubel bei Orlofsky; der Champagner fließt, die Gäste feiern. Nach und nach treffen auch die von Dr. Falke herbeizitierten Gäste ein, die allesamt mehr oder weniger unwissend zur Revanche für einen Streich, den ihm Eisenstein als Junggeselle vier Jahre zuvor gespielt hatte, beitragen sollen. Damals waren beide, kostümiert als Schmetterling und Fledermaus, Gäste auf einem Ball. Eisenstein hatte seinen Freund betrunken gemacht und ihn auf dem Nachhauseweg schlafend am Marktbrunnen zurückgelassen, so daß Falke anderntags unter dem Gespött der Marktweiber nach Hause wanken mußte. Nun, auf Orlofskys Ball soll diese Schmach heimgezahlt werden. Als erstes erscheint Adele, mondän gekleidet in der Abendrobe Rosalindes, sich als Künstlerin ausgebend. Eisenstein tritt als Marquis Renard auf und sieht sich prompt dem Gefängnisdirektor gegenüber, der als Chevalier Chargrin eingeführt wird und den vermeintlichen Marquis vergeblich auf französisch anspricht. Zuletzt erscheint Rosalinde in der Maske einer ungarischen Gräfin. Eisenstein fällt auf die Maskerade seiner Frau herein. Ohne im Geringsten zu ahnen, wen er vor sich hat, macht er der falschen Ungarin eifrig den Hof. Dabei gelingt es Rosalinde ihm seine Repetieruhr, mit der er stets die Damen ködert, als Corpus delicti abzuschmeicheln. Alle geben sich nun arglos dem Ballvergnügen hin, als plötzlich die Uhr sechsmal schlägt. Allerhöchste Zeit für Eisenstein und Frank, die sich inzwischen verbrüdert haben, aufzubrechen. Beide steuern auf getrennten Wegen dasselbe Ziel an: die städtische Haftanstalt.


III. Akt: Badeort in  der Nähe einer großen Stadt; Büroraum des städtischen Gefängnisses

 

Im Gefängnis waltet der vom Slibowitz schwer alkoholisierte Gerichtsdiener Frosch seines Amtes. Alfred sitzt noch immer im Schlafrock Eisensteins in seiner Zelle und singt. Nun erscheint, gezeichnet von der durchzechten Nacht, Frank in seinem Büro. Kaum ist Frosch zum Rapport angetreten, bekommt Frank Besuch vom Kammermädchen Adele, die ihn bittet, er möge sie als Sängerin ausbilden lassen. Eisenstein trifft in Franks Büro ein, beide geben sich zu erkennen und es kommt zum Eklat. Als Eisenstein hört, daß am Vorabend ein anderer Eisenstein nach innigem Abschied von Rosalinde inhaftiert wurde, rast er vor Eifersucht. Schleunigst fängt er draußen den von Alfred bestellten Advokaten Blind ab und frägt in dessen Robe Alfred und seine, eben hereinkommende Frau Rosalinde aus. Die Befragung endet nach der Demaskierung Eisensteins in gegenseitigen Vorwürfen, wobei beide jeweils ein belastendes Indiz vorweisen können: er den Schlafrock, sie die entwendete Repetieruhr. Falke tritt nun herein und erklärt, daß alles von ihm inszeniert wurde um sich an Eisenstein zu revanchieren. Da der Versöhnung Rosalindes und Eisensteins nichts im Wege stehen soll,wird auch Alfreds heimlicher Hausbesuch der Intrige Falkes angelastet. Niemad, so läßt man Eisenstein glauben, ist blamiert, keiner trägt Schuld, es sei denn der König aller Weine: Majestät Champagner.